Richtig Lüften

Die Bauphysik lehrt uns:

- Durch die Abkühlung von warmer Luft entsteht Feuchtigkeit . Hier steigt die relative Luftfeuchte.

- Durch die Erwärmung von kalter Luft trocknet die Feuchtigkeit. Hier singt die relative Luftfeuchte. 

 

Auch bei hoher Luftfeuchtigkeit im Außenbereich, z.B. bei Regen, Nebel usw. , wenn man lüftet, kommt keine Feuchtigkeit in den Raum, sondern die warme Luft trägt die Feuchtigkeit nach außen. 

 

Beim Lüften sollte das kurze Stoßlüften 2-4 mal am Tag angewandt werden. Hier sollten die Fenster in gegenüberliegenden Zimmern kurz vollständig geöffnet werden, so dass ein Durchzug entsteht und die mit Feuchtigkeit getränkte warme Luft ausgetauscht wird. 

das Lüften durch Fenster kippen ist nicht effektiv, sondern kann auch im Winter durch Auskühlung der Wände und der nachfolgenden erneuten Erwärmung zu Kondenswasser und somit auf längere Zeit hin zur Schimmelbildung führen. 

 

Die Raumtemperaturen sollten idealerweise im Winter durchgehend, Tag und Nacht, gleich sein und bei ca. 20 C° liegen.  Eine Absenkung über Nacht kann bei der erneuten Aufheizung am Tag auch zu Kondenswasser führen. Die Wandtemperaturen sollten nicht unter 16 C° fallen. Also sollte die Wohnung durch Lüften nicht ausgekühlt werden. 

 

Selbst das Schlafzimmer sollte im Winter geheizt werden, da die Feuchtigkeit immer an den kühlen Außenwänden (Ecken) kondensiert und hier sich dann Schimmel bilden kann. 

 

Nach dem Duschen/Baden sollte das Badezimmer gut ausgelüftet werden. 


Nasse Wäsche sollte in der Wohnung nicht getrocknet werden. Wenn dies nicht möglich ist sollte öfter gelüftet werden. 

 

Möbel sollten an Außenwänden immer mit genügend Abstand zur Wand gestellt werden. Die Luft muss hier zirkulieren können. 

 

Die ideale Luftfeuchtigkeit in der Wohnung liegt zwischen 50 und 60 %. Am Besten kann dies über ein Hygrometer beobachtet werden und bei Erhöhung der Luftfeuchtigkeit kann entsprechend gelüftet werden. 

 

So erhalten sie sich ein angenehmes und gesundes Raumklima.